Wie wird eine rechtliche Betreuung beantragt?

Jede volljährige Person kann für sich selbst eine Betreuung beim Amtsgericht beantragen. Möglich ist auch, dass Dritte eine Betreuung anregen, z.B. Verwandte, Ärzte oder Mitarbeiter von Sozial- oder Pflegediensten. Mit dem Antrag muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden, welches bescheinigt, dass eine Krankheit oder Behinderung vorliegt, welche die Einrichtung einer Betreuung notwendig macht und dass diese aus ärztlicher Sicht für erforderlich gehalten wird. Erscheint das Attest dem Richter nicht ausreichend, wird ein medizinischer Gutachter hinzugezogen.

Eine Betreuung kann für einzelne Aufgabenkreise wie Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge etc. eingerichtet werden, gegebenenfalls auch für alle Aufgabenkreise.

Sie ist immer befristet. Nach spätestens 7 Jahren wird vom Amtsgericht überprüft, ob die Betreuung weiterhin notwendig ist. Abgesehen davon kann eine Betreuung auf Antrag und wiederum unter Vorlage eines ärztlichen Attests jederzeit wieder aufgehoben werden.